heimniederlage

Unglückliche Heimniederlage

Hochspannung vor dem ersten Pflichtspiel des Jahres 2016. Wie von Peter Schöttel angekündigt, steht Pirmin Strasser gegen die  Austria im Tor, René Swete nimmt als Backup auf der Ersatzbank Platz. Neben dem gesperrten Daniel Schütz fehlen die leicht angeschlagenen Christian Derflinger und Lukas DennerDominik Baumgartner trainiert zwar schon mit der Mannschaft, soll sich aber zunächst Matchpraxis bei den Amateuren holen. Von den beiden Neuzugängen steht Reagy Ofosu in der Startelf, während Valentin Grubeckzunächst in die Jokerrolle schlüpft. Erstmals bestreitet die Schöttel-Truppe heute ein Spiel in einer 4-3-3-Formation, zuletzt funktionierte das im Test gegen den FC St. Gallen schon sehr gut.

Das Spiel benötigt dann mehr als zehn Minuten, um Fahrt aufzunehmen. Die erste Halbchance haben die Grödiger, im Gegenzug folgt der erste Torschuss der Gäste, der aber im Außennetz landet. Nach 18 Minuten spielt Reagy Ofosuideal zur Mitte, Benjamin Sulimani leitet mit der Ferse weiter und der frei stehende Martin Rasner trifft aus kurzer Distanz nicht ins Tor, sondern schießt die Kugel auf die Tribüne. Nach einer knappen halben Stunde überrascht Kainz beinahe Austria-Tormann Hadzikic, der seinen Schuss aus spitzem Winkel gerade noch wegfausten kann und den Ball im Nachlaufen unter Kontrolle bringt. Bei einem Volley von Gorgon ist Pirmin Strasser auf dem Posten, bei einem Kopfball  des Austria-Kapitäns nach einem von Holzhauser zur Mitte gebrachten Eckball ist der Grödiger Schlußmann aber machtlos, die Austria geht nach diesem billigen Tor aus einer Standardsituation schließlich mit einer 1:0-Führung in die Pause. Dass Larry Kayode nach dem Treffer der Wiener seinen Stinkefinger in Richtung Grödiger Betreuerbank zeigte, steht auf einem anderen Blatt Papier.

Nach dem Seitenwechsel hat die Austria nach 22 Sekunden eine Riesenchance zum 2:0, Robert Strobl kann aber zur Ecke klären. Danach übernimmt Grödig immer mehr das Kommando, hat bis zum Spielende einige gute Möglichkeiten, scheitert aber mehrmals nur knapp. Ein klarer Elfmeter nach Foul von Koch, der Tobias Kainz von den Beinen holt, wird den tapfer kämfpenden Grödigern vom Schiedsrichter leider verwehrt. In der 93 Minute haben die beiden Neuzugänge Valentin Grubeck und Reagy Ofosu innerhalb von wenigen Sekunden zwei Sitzer, aber Grubecks Kopfball geht um Zentimeter neben das Tor und der Kopfball von Ofosu wird eine Beute von Hadzikic. Damit gewinnt Austria Wien erstmals in Grödig, der Sieg ist glücklich, aber nicht unverdient, für die Heimischen wäre aufgrund des größeren Chancenanzahl ein Unentschieden durchaus möglich gewesen.

Trainer Peter Schöttel:
"Wenn man gegen so einen starken Gegner zu Chancen kommt, dann muss man diese Chancen auch nützen. Wir sind sehr billig in Rückstand geraten, danach war das Spiel sehr offen, wir haben kurz vor Schluss noch gute Möglichkeiten gehabt, aber diese eben nicht genutzt. Wir stehen im Abstiegskampf, aber wir haben uns heute wesentlich besser präsentiert, als in den letzten beiden Partien vor der Winterpause. Auf alle Fälle bekommt das Spiel gegen Admira nächste Woche für uns eine sehr große Bedeutung."

 

 

tipico-Bundesliga / 21. Runde

Sa, 06.02.2016, 18:30 Uhr, DAS.GOLDBERG Stadion, 1436 Zuschauer, SR M. Schüttengruber
SV Grödig - Austria Wien  0:1 (0:1)


SV Grödig
:
Strasser; Kainz, Maak, Pichler, Strobl (K); Brauer, Kerschbaum (61. Wallner), Rasner; Sulimani (84. Goiginger), Djuric (75. V. Grubeck), Ofosu
Austria Wien:
Hadzikic; Larsen, Shikov, Rotpuller, Salamon (35. Koch); Holzhauser, Kehat (75. Serbest); Gorgon (K), Grünwald, Venuto (90. Vukojevic); Kayode



Tore:
0:1 Gorgon (40.)


Gelb:
Maak (32./Foul/gesamt 5 - im nächsten Spiel gesperrt), Sulimani (42./Foul), Kainz (74./Foul); Gorgon (37./Unsportl.), Grünwald (49./Foul), Hadzikic (93./Unsportl.)