0:1! Jetzt braucht es ein Wunder

Der SV Grödig muss sich am 32. Spieltag dem WAC zuhause durch ein Tor von Jacobo mit 0:1 geschlagen geben. Trotz guter Möglichkeiten und trotz einer Halbzeit in Überzahl wollte dem SV Grödig kein Treffer gelingen. Eine ganz bittere Niederlage, vor allem weil mit Ried der direkte Konkurrent sein Spiel gewinnen konnte und der Rückstand auf das rettende Ufer damit auf acht Punkte angewachsen ist.

Wie schon gegen die Admira spielte der SV Grödig mit der exakten selben Elf und kam damit gleich zu Beginn gut in die Partie. Chancen sollten vorerst aber keine zustande kommen in diesem so wichtigen Spiel gegen den Abstieg.

WAC drei Mal gefährlich

Diese fand zuerst dann der WAC vor. Bei einer Reihe von Eckbällen durfte sich unsere Mannschaft gleich drei Mal bei Tormann Rene Swete bedanken, der zunächst zwei Mal gegen Rnic glänzend reagierte. Dann rettete unser Keeper gegen Dario Baldauf, der am Elfmeterpunkt alleinstehend zu einem Volley-Abschluss kam.

Danach erholte sich der SV Grödig wieder von diesem ersten Schock und spielte mutig nach vorne. Mehrmals kombinierte sich unsere Elf durch die gegnerische Abwehr, ein richtiger Torabschluss wollte jedoch nicht gelingen.  Ein Kopfball von Martin Rasner ging drüber, Ofosu missglückte der letzte Pass auf Schütz und dann verpassten Ofosu und Rasner einen Querpass von Itter um Milimeter.

Tor will nicht gelingen

Die größte Chance bot sich schließlich erneut einem starken Daniel Schütz, der nach einem Pass von Kainz bereits durchgebrochen war, an Tormann Robert Kofler aber nicht vorbeikam.  Ab der 45. Minute agierte der SV Grödig dann in Überzahl. Nach der zweiten gelben Karte durfte Manuel Weber zur Halbzeit in der Kabine bleiben.

Wirklich ausnutzen konnte unsere Elf die numerische Überlegenheit aber nicht. Zum einen stellten sich die Kärntner verständlicherweise nur mehr hinten hinein. Zum anderen konnte der SVG die Chancen die sich boten nicht verwerten. Ein Abschluss von Ofosu war hier schon das Höchste der Gefühle, der Ball aber wollte nicht ins Tor.

Gegentreffer in Überzahl

So kam es wie es kommen musste. Bei einem Freistoß in der 65. Minute trat Jacobo aus an und für sich harmloser Distanz an. Der WAC-Spieler schoss den Ball zentral auf das Tor, wo er dem sonst so glänzenden Rene Swete geradewegs durch die Hosenträger rutschte. Es war die erste und einzige Chance für den WAC in der zweiten Halbzeit, jedoch die entscheidende.

Im Anschluss warf Trainer Peter Schöttel zwar alles nach vorne und spielte mit Ofosu, Sulimani und Wallner gleich mit drei Stürmern. Doch der Ausgleich wollte einfach nicht mehr gelingen. Sowohl Itter nach einem Konter, als auch ein Schuss von Sulimani aus kurzer Distanz fanden nicht den Weg ins Tor. Ein letzte Kopfballversuch des aufgerückten Fabio Strauss ging über das Tor.

Einmal mehr also ein Spiel wie verhext für den SV Grödig, der den nächsten Rückschlag im Kampf gegen den Abstieg einstecken muss. Nun bedarf es schon eines Wunders, bei acht Punkten Rückstand auf die SV Ried. Rechnerisch ist es aber noch möglich und unsere Mannschaft wird schon am nächsten Wochenende beim Heimspiel gegen Rapid Wien versuchen, die Niederlage wieder gutzumachen.

STIMMEN:

Peter Schöttel: "Wolfsberg war am Anfang durch Standards sehr gefährlich, da hat uns Rene im Spiel gehalten. Danach hatten wir einige gute Angriffe und auch Torchancen. Wir sind dann sehr optimistisch in die zweite Halbzeit gegangen und wollte es geduldig ausspielen. Das Gegentor war dann ein Schock. Wir haben es nicht geschafft ein Tor zu erzielen und verlieren dann dieses Spiel.

Die Tabelle lügt nicht, ich träume zwar gerne dass wir die letzten vier Spiele noch gewinnen. Aber ich weißt auch, dass es definitiv nicht gut aus für uns ausschaut. Das Spiel heute war bezeichnend für diese Saison. Wir wollen jetzt nächste Woche Rapid schlagen und wieder einmal ein Heimspiel gewinnen. Wenn es gelingt, schauen wir wieder auf die Tabelle."

Tipico-Bundesliga/ 32. Runde
SV Grödig – Wolfsberger AC 0:1 (0:0)
Tore: 0:1 Jacobo (65.)

Aufstellung SV Grödig: Swete – Itter, Pichler, Strauss, Strobl – Kainz, Völkl (79. Denner), Djuric (50. Wallner), Schütz (66. Sulimani), Ofosu