Benjamin Sulimani hatte einige gute Möglichkeiten.

Grödig bleibt in Altach punkt- und torlos

Man hat in den letzten Tagen mit voller Absicht nicht über die Heimschwäche der Vorarlberger gesprochen, sondern sich mit den eigenen Problemen beschäftigt und versucht, diese auszumerzen. Genutzt hat es nichts: Trotz guter Leistung unterliegt der SV Grödig in seinem 100. Bundesliga-Spiel dem SCR Altach mit 0:1. 

Peter Schöttel änderte sein Team für die Partie beim direkten Kontrahenten an drei Position: Roman WallnerReagy Ofosu und Roman Kerschbaum nehmen zunächst auf der Bank Platz, für die drei stehen Robert StroblChristian Derflinger und Benjamin Sulimani in der Startformation. 

Es entwickelt sich von Beginn an ein flottes und spannendes, nicht besonders hochklassiges Spiel, in dem Altach zwar mehr Ballbesitz hat, die besseren Möglichkeiten in der ersten Halbzeit aber auf Seiten der Grödiger sind. Zwei Mal scheitert Benjamin Sulimani in aussichtsreicher Position. Die SVG-Abwehr spielt sehr konzentriert und steht kompakt, was zum Tor durchkommt, bereinigt René Swete sicher. Leider steht es zur Pause dann eben nicht 1:0 für Grödig, sondern torlos.

Nach der Pause bleibt es spannend, leider schiebt sich der bis dahin unauffällige Schiedsrichter Amhof in den Mittelpunkt, als er zunächst in der 56. Minute ein klares Foul von Hofbauer an Strobl nicht ahndet, den abspringenden Ball schießt Prokopic Richtung SVG-Tor, Aigner, der klar im Abseits steht, bekommt den Ball und erzielt einen irregulären Treffer, der wird dennoch anerkannt. Oder wie es SKY-Reporter-Legende Charly Leitner treffend ausdrückt: "Für so eine Schiedsrichterleistung braucht man keinen schweizer Schiedsrichter holen." Trainer Peter Schöttel sieht das ähnlich und wird auf die Tribüne geschickt.

Grödig drückt danach, wirft alles nach vorne, auch Roman Wallner undThomas Goiginger werden noch als Offensivkräfte in das Spiel gebracht. Daniel Schütz vergibt vom Fünfer einen absoluten Sitzer, Martin Kobras im Tor rettet bei einem Maak-Freistoß bravourös. Unter dem Strich bleibt die Tatsache, dass Grödig über die Länderspielpause am Tabellenende einzementiert ist und wohl  mit  einem Testspiel am Osterwochenende ein bisschen Selbstvertrauen tanken muss.


Trainer Peter Schöttel:
"Es war ja in der strittigen Szene nicht nur das Abseits von Hannes Aigner, es war ja unmittelbar davor auch noch ein Foul an Robert Strobl, etwas, das der schweizer Schiedsrichter zuvor immer gepfiffen hat, ausgerechnet hier nicht. Dieses Tor passt natürlich in unsere Situation, trotzdem hat meine Mannschaft eine starke Leistung abgeliefert. Sie hat sich Torchancen herausgespielt und war aus meiner Sicht auch die bessere Mannschaft, aber wir fahren leider wieder mit leeren Händen nach Hause. Für mich ist es aber wichtig zu sehen, dass sich die Mannschaft nicht aufgibt, es ist im Frühjahr schon einiges gegen  uns gelaufen, trotzdem hat meine Mannschaft von der Leistung her eine gute Antwort gegeben, leider können wir uns nichts drum kaufen."

tipico-Bundesliga / 28. Runde
Sa, 19.03.2016, 18:30 Uhr, Cashpoint Arena, 4300 Zuschauer, SR S. Amhof / SUI
SCR Altach - SV Grödig  1:0 (0:0)

SCR Altach:
Kobras; Lienhart, Ortiz, Zech, Galvao; Schreiner (82. Harrer), Jäger; Salomon (46. Prokopic), Netzer (77. Zwischenbrugger), Hofbauer; Aigner
SV Grödig:
Swete; Kainz, Maak, Baumgartner, Strobl (K); Brauer, Rasner (84. Goiginger), Denner (57. Ofosu); Derflinger (75. Wallner), Schütz; Sulimani

Tore:
1:0 Aigner (56.)

Gelb:
Aigner (17./Foul), Galvao (37./Foul), Schreiner (64./Foul); Schütz (39./Foul), Sulimani (45./Foul)


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