Diese Niederlage tut besonders weh

Der SV Grödig hat den erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf verpasst. Unser Team muss sich am 34. Spieltag der SV Ried mit 0:2 geschlagen geben und steht damit mit einem Bein in der zweiten Liga. Tore von Dieter Elsneg und Thomas Fröschl sorgten für die Entscheidung zugunsten der Oberösterreicher. 

In diesem so wichtigen Spiel vertraute Trainer Peter Schöttel zunächst auf die gleiche Elf wie gegen Rapid und ließ erneut mit dem zuletzt bewährten 4-3-3 spielen. Damit kam der SVG - unterstützt von knapp 200 Fans - anfangs auch sehr gut zurecht.

In einer sehr abwechslungsreichen ersten Halbzeit ging es 45 Minuten hin und her mit besten Chancen auf beiden Seiten. Der SVG fand schnell ins Spiel und kombinierte gefällig nach vorne. Eine erste Möglichkeit vergab Ofosu, der nach einer Flanke von Schütz den Ball knapp über die Querlatte schoss. Auf der anderen Seite lenkte Swete einen guten Freistoß von Bergmann übers Tor.

In der 15. Minute stand unser Keeper erneut im Mittelpunkt, als er einen Kopfball von Fröschl aus dem Winkel fischte. Kurz darauf bot sich für unser Team die beste Chance des gesamten Spiels: Schütz leitete den Ball wunderschön in den Lauf von Sulimani weiter, der alleine vor Gebauer aber das Tor verfehlte.

Ried geht durch Elsneg in Führung

Und wie heißt es so schön: Wer die Tore vorne nicht macht, bekommt sie hinten. In der 25. Minute verlängerte Fröschl einen langen Ball auf Dieter Elsneg, der ein Missverständnis zwischen Pichler und Swete ausnutzte und die Kugel am herauseilenden Keeper vorbei ins Tor lenkte. 1:0 für Ried.

Danach dauerte es zehn Minuten bis sich der SVG vom ersten Schock erholte. In der 35. Minute verpasste Ofosu eine Flanke von Itter haarscharf, ein Kopfball von Sulimani fiel zu schwach aus. Dafür hatte unser Team kurz vor der Pause Glück: Bei einem Zweikampf im Strafraum zwischen Swete und dem durchgebrochenen Fröschl, hätte es auch Elfmeter für Ried geben können.

Fröschl mit der Entscheidung

Zu Beginn der zweiten Hälfte wechselte Peter Schöttel mit Matthias Maak und Roman Wallner zwei Mal, große Chancen zum Ausgleich gab es aber kaum. Zwanzig Minuten tat sich fast gar nichts, bis Ried uns in der 67. Minute den endgültigen Stoß versetzte. Nach einem abgewehrten Eckball kam der Ball ein zweites Mal in den Strafraum. Dort stand Fröschl Mutter Seelen alleine und konnte ungehindert einschießen.

Anschließend versuchte der SV Grödig ein letztes Aufbäumen und hätte durch Sulimani zwei Mal beinahe den Anschlusstreffer erzielt. Einmal scheiterte er aber an einem Verteidiger, das andere Mal kam er bei einer Hereingabe von Strobl zu spät. Alles in allem war es aber zu wenig, um sich doch noch einmal in die Partie zurückzukämpfen. Es blieb auch nach vier Minuten Nachspielzeit beim 0:2. 

Damit schwinden die Chancen auf den Klassenerhalt für den SV Grödig auf ein Minimum. Bei zwei ausstehenden Runden bleiben nur mehr der SCR Altach und der SV Mattersburg mit sechs Punkten Vorsprung in Reichweite. Dabei muss unser Team aber hoffen, dass die Burgenländer am Sonntag gegen Rapid Wien ohne Punkte bleiben. 

Nun muss unser Team die restlichen beiden Teams auf jeden Fall gewinnen. Bereits am Mittwoch (20.30 Uhr) ist im Derby gegen Red Bull Salzburg ein Sieg Pflicht. 

STIMMEN:

Peter Schöttel: "Ich bin überrascht wie wir aufgetreten sind. Vom Start weg war eine gewisse Unsicherheit erkennbar. Wir waren in der Defensive viel fehleranfälliger als zuletzt. Wenn du dann vorne das Tor nicht machst und dann eines bekommst ist es schwer in Ried etwas zu holen. Mit dem zweiten Tor war die Partie entschieden.

Ich traue es der Mannschaft zu, dass wir uns noch einmal aufrichten und es noch einmal schaffen zurückzukommen. Aber es muss schon viel passieren. Wir werden gegen Red Bull alles probieren und versuchen. Das ist die einzige Chance, die wir haben. Ausschließen tu ich bei unserer Mannschaft nichts." 

tipico Bundesliga/ 34. Runde
SV Ried – SV Grödig 2:0 (1:0)
Tore: 1:0 Elsneg (24.), 2:0 Fröschl (67.)

Aufstellung SV Grödig: Swete – Strobl, Strauss, Pichler (45. Maak), Itter – Rasner, Brauer, Kerschbaum (70. Derflinger) - Schütz, Sulimani, Ofosu (55. Wallner)