Derby-Niederlage bedeutet den Abstieg

Für den SV Grödig hat sich die letzte kleine Chance auf den Klassenerhalt zerschlagen. Trotz tapferer Leistung gegen den Meister muss sich unser Team mit 1:2 geschlagen geben und kann das rettende Ufer damit nicht mehr aus eigener Kraft erreichen. Dabei begann der Abend noch so gut für den SVG: Daniel Schütz brachte unser Team zunächst mit 1:0 in Führung. Tore durch Minamino und Oberlin besiegelten aber die Niederlage, durch die der SV Grödig nach drei unglaublichen Jahren im Oberhaus den bitteren Gang in die Erste Liga antreten muss. 

In diesem Schicksalsspiel stellte Trainer Peter Schöttel gleich auf vier Positionen um. Matthias Maak und Dominik Baumgartner bildeten die Innenverteidigung. Zudem rückten Völkl und Wallner neu in die Mannschaft. Salzburg schonte viele Stammspieler und agierte mit einer besseren B-Elf. 

Schütz lässt SVG jubeln

Der SV Grödig wird zu Beginn gleich in die eigene Hälfte zurückgedrängt und tut sich mit dem hohen Pressing der Bullen schwer. Dadurch kommt der Meister durch Oberlin auch zwei Mal zu einer guten Chance. Danach fängt sich unsere Elf und in der 15. Minute gelingt sogar die Führung. Wallner spielt einen wunderbaren Stanglpass auf Daniel Schütz, der durch die Beine von Cican Stankovic aus dem Nichts zum 1:0 vollendet. 

Fünf Minuten später hat der SV Grödig großes Glück. Salzburg-Stürmer Oberlin kommt im Sechzehner alleinstehend an den Ball, verstolpert aber. In der 26. Minute dann die große Möglichkeit auf das 2:0 für unser Team. Schütz luchts kurz vor dem Strafraum Miranda den Ball ab und bringt ihn in die Mitte zu Martin Rasner. Der hat aber zu viel Zeit und scheitert am herauseilenden Ex-Grödig-Keeper. Däs ware es gewesen!

Minamino mit dem Ausgleich

Danach passiert wenig, bis zur 31. Minute: Salzburg spielt einmal schnell nach vorne und Minamino kann komplett alleine auf Rene Swete zustürmen. Der Japaner bleibt cool und schiebt locker am Keeper vorbei zum Ausgleich ein. Ein blödes Gegentor, wenn auch der verdiente Ausgleich. Kurz vor der Pause wäre der Meister beinahe in Führung gegangen, doch es bleibt beim 1:1.

In der zweiten Hälfte kommt der SV Grödig viel mutiger aus der Kabine, nachdem Schöttel mit Denner für Völkl eine zusätzliche Offensivkraft bringt. Zunächst muss Swete aber zwei Mal bei einem Schuss von Mukthar parieren. Danach eine Doppelchance für den SV Grödig. Bei einer Flanke von Itter steigt Wallner zum Kopfball hoch und bringt den Ball auf die Ecke, doch Stankovic hält glänzend. Kurz darauf läuft Ofosu durch den Sechzehner, doch er findet in der Mitte keinen Abnehmer.

Oberlin zerstört Hoffnung

In der Folge tut sich wenig. Der SVG versucht alles, kommt aber zu keinen nennenswerten Chancen. Bis dann auch noch viel Pech dazu kommt: Mukthar foult im Angriff Baumgartner  und spielt dann auf Oberlin. Der junge Stürmer behält im Sechszehner die Nerven und trifft in der 72. Minute aus spitzem Winkel zum 2:1. Ganz, ganz bitter, vor allem weil Mattersburg zu diesem Zeitpunkt in Graz in Rückstand geriet.

Doch bis  auf zwei Schüsse von Strobl und Ofosu, sowie einen Kopfball von Wallner wurde unsere Elf im Anschluss nicht mehr entscheidend gefährlich. Einen super Freistoß von Roman Kerschbaum kratzte Stankovic noch aus dem Kreuzeck. So blieb es bei der Niederlage und dem bitteren Abstieg.

Doch auch wenn die Enttäuschung im ersten Moment rießig ist, der SV Grödig kann auf wunderbare drei Jahre in der Bundesliga zurückblicken, mit einem dritten Platz als Highlight in der Premierensaison und dem Einzug in den Europacup. Nun gilt es sich bestmöglich auf die Zukunft vorzubereiten. 

STIMMEN

Peter Schöttel: "Wir wollten von Anfang an gut reinkommen, doch wir sind die ganze erste Halbzeit nur hinterhergelaufen. Trotzdem sind wir in Führung gegangen und hätten dann auch noch die große Chance auf das 2:0 gehabt. Dann haben wir ein blödes Tor bekommen und sind dann glücklich in die Halbzeit. Abgestiegen sind wir nicht wegen der Niederlage heute. Meine Mannschaft hat wie immer alles gegeben. Dass wir gegen einen stärkeren Gegner verloren haben ist keine Schande. Es ist eine unangenehme Geschichte. Auch wenn sich die Richtung schon abgezeichnet hat. Das Frühjahr war sehr schwierig, auch wenn wir nicht viel anders gemacht haben als im Herbst. Nur die Punkte waren nicht da. Das ist der Hauptgrund warum wir absteigen müssen."

Tipico-Bundesliga/35. Runde
SV Grödig – Red Bull Salzburg 1:2 (1:1)
Tore: 1:0 Schütz (15.), 1:1 Minamino (31.), 1:2 Oberlin (72.)

Aufstellung SV Grödig: Swete – Strobl, Baumgartner, Maak, Itter – Völkl (46. Denner), Brauer, Rasner (57. Kerschbaum), Schütz, Ofosu, Wallner