2:0-Sieg! Der SV Grödig lebt noch!

Der SV Grödig besiegt Austria Wien am 30. Spieltag mit 2:0 und feiert damit nach elf Spielen ohne Sieg das langersehnte Erfolgserlebnis. Auch wenn sich der Abstand auf Ried nicht verringert hat, war es ein wichtiges Lebenszeichen unserer Mannschaft. Die Elf von Peter Schöttel  zeigte eine tolle Mannschaftsleistung und wurde in der zweiten Halbzeit durch Tore von Benjamin Sulimani und Reagy Ofosu belohnt.

Im Vergleich zur 1:3-Niederlage gegen Sturm Graz veränderte Trainer Peter Schöttel sein Team gleich auf sechs Positionen und ließ erstmals mit einem etwas offensiveren 4-4-2 spielen. In der Innenverteidigung ersetzte Fabio Strauß den erkrankten Dominik Baumgartner, im Mittelfeld rutschten Sandro Djuric, Martin Rasner und Robert Völkl für die gesperrten  Timo Brauer und Daniel Schütz, sowie Christian Derflinger in die Mannschaft. Und im Angriff agierten Benjamin Sulimani und Reagy Bah Ofosu, Roman Wallner nahm dieses Mal auf der Bank Platz.

Swete hält Grödig im Spiel

Wie schon im letzten Spiel geriet der SV Grödig gleich zu Beginn stark unter Druck, konnte sich aber erneut auf einen überragenden Rene Swete im Tor verlassen. In der fünften Minute konnte unser Team ein erstes Mal durchatmen, als ein Freistoß von Raphael Holzhauser an der Querlatte landete. Zehn Minuten später wurde es im eigenen Strafraum erneut brandgefährlich, doch Swete rettete gleich zwei Mal glänzend gegen Meilinger und gegen Grünwald.

Danach drückten die Gäste weiter und zogen einen Angriff nach dem anderen auf. So war Swete in der 24. Minute gegen Venuto und in der 30. Minute nach einem Kopfball von Shikov erneut im letzten Moment zur Stelle. Bei einem Gewaltschuss von Alexander Grünwald wäre aber auch unser Keeper chancenlos gewesen, doch der Schuss rauschte am Kreuzeck vorbei. Kurz vor dem Halbzeitpfiff dann die große Chance auf die Führung für den SV Grödig: Ofosu setzte sich auf links gegen Shikov durch, sein anschließender Schlenzer ging jedoch knapp am Tor von Robert Almer vorbei.

Sulimani nutzt schweren Patzer

In Durchgang zwei stand zunächst erneut Swete im Mittelpunkt, als er einen Kopfball von Kehat von der Linie faustete. Diese Tat war ein Weckruf für die Mannschaft die in der Folge viel selbstbewusster auftrat und in Minute 58 schließlich von einem schweren Patzer des Gegners profitierte. Raphael Holzhauser verdribbelte sich im eigenen Strafraum gegen den nachsetzenden Martin Rasner, dieser spielte den Ball in die Mitte wo Benjamin Sulimani goldrichtig stand und zum 1:0 einnetzte.

Der Führungstreffer beflügelte unser Team, während sich die Hausherren geschockt zeigten und in der Folge kaum mehr einen ordentlichen Angriff zustande brachten. Vielmehr spielte plötzlich der SV Grödig. Ofosu hätte kurz nach der Führung auf 2:0 erhöhen können, doch Almer hatte etwas dagegen. Dann ein großer Aufreger: Bei einem Schuss von Robert Strobl wehrte Martschinko den Ball mit dem Oberarm ins Toraus. Trotz Protesten entschied Schiedsrichter Oliver Drachta jedoch nicht auf Elfmeter.

Dies sollte den SVG an diesem Tag aber nicht am Sieg hindern. In der 90. Minute sorgte Reagy Ofosu nach schöner Vorarbeit des eingewechselten Roman Wallner mit seinem ersten Tor im Dress des SV Grödig für die große Erlösung. In den sechs Minuten der Nachspielzeit passierte nichts mehr und der erste Sieg seit dem 4. Dezember gegen Mattersburg war unter Dach und Fach. 

Tipico-Bundesliga/ 30. Runde
Austria Wien - SV Grödig 0:2 (0:0)
Tore: 0:1 Sulimani (58.), 0:2 Ofosu (90.)

Aufstellung SV Grödig: Swete - Itter, Strauß, Pichler, Strobl - Völkl, Kainz, Rasner, Djuric (70. Denner) - Ofosu (90. Baumgartner), Sulimani (81. Wallner)